Brötje Therme Fehler 133 – Ursache & Lösung
Der Feuerungsautomat hat innerhalb der Sicherheitszeit keine Flamme erkannt und die Brötje verriegelt.
Sicherheit geht vor · Fachbetrieb hinzuziehen
Gasarmatur, Elektroden und Netzanschluss sind Fachbetriebssache – nicht an der Elektroinstallation der Therme herumstecken. Bei Gasgeruch keine Schalter betätigen, Fenster öffnen, Haus verlassen und draußen den Gasnotruf des Netzbetreibers oder 112 wählen; bei CO-Alarm sofort ins Freie und 112.
- Gasgerät: keine Reparatur in Eigenregie. Bei Gasgeruch: Gebäude verlassen, keine Schalter betätigen und von draußen den Gasnotruf Ihres Netzbetreibers anrufen.
- Kohlenmonoxid ist geruchlos. Ein CO-Melder in der Nähe der Therme ist sinnvoll; bei Alarm alle ins Freie bringen und 112 wählen.
Auf einen Blick
Schweregrad: Mittel
- Bedeutung
- Sicherheitszeit abgelaufen – keine Flammenbildung
- Typische Reparaturkosten
- 60–850 €
- Selbst machen
- Schwer
133 ist bei Brötje-Gasbrennwertgeräten wie EcoTherm Plus WGB, EcoTherm Kompakt WBS/WBC oder EcoCondens BBS eine Sammelstörmeldung: Der Feuerungsautomat hat nach Ablauf der Sicherheitszeit keine Flammenmeldung erhalten und verriegelt. Brötje nennt als Prüfpunkte Gasmangel, die Polung des Netzanschlusses, die Sicherheitszeit, die Zündelektrode und den Ionisationsstrom. Weil die Meldung so viele Ursachen bündelt, arbeitet der Fachbetrieb einen eigenen Fehlersuchbaum ab. Die Codes stammen von der Siemens-Regelungsplattform, die auch andere Hersteller nutzen; bei ATAG heißt dieselbe Meldung c133.
So erscheint der Fehler im Display
Modellreihen & Anzeigevarianten
| Modellreihe | Anzeige | Hinweis |
|---|---|---|
| EcoTherm Plus WGB, WBS, WBC (LMU-Regelung) | 133 | Text im Service: Feuerungsautomat verriegelt, keine Flammenmeldung nach Ablauf der Sicherheitszeit. |
| Geräte mit LMS-Regelung und ISR-Plus-Systemregler | 133 | Anzeige „Keine Flamme während Sicherheitszeit“; die Meldung ist auch hier eine Sammelstörmeldung. |
| ATAG und andere Geräte mit Siemens-Regelung | c133 | Bei ATAG erscheint derselbe Fehler mit vorangestelltem c. |
Symptome
- Display bzw. Systemregler ISR zeigt 133, teils mit Text „Sicherheitszeit“ oder „keine Flamme“
- Brenner zündet hörbar mehrmals, dann Stillstand
- Störung gehäuft in Frostnächten
- Sporadisches 133 über Wochen, das nach Reset jeweils verschwindet
- Nach Elektroarbeiten oder dem Umstecken der Therme tritt 133 bei jedem Start auf
Mögliche Ursachen
Sortiert nach Häufigkeit als Auslöser dieses Codes (redaktionelle Einschätzung).
- Gasmangel: Gashahn zu, Luft in der Leitung oder Gasdruck zu niedrig
- Kondensatschlauch zugefroren oder Siphon verstopft, Kondensat staut zurück
- Ionisationsstrom zu gering: Elektrode verschmutzt, verschlissen oder falsch positioniert
- Zündelektrode oder Zündeinrichtung defekt
- Netzanschluss falsch gepolt, sodass die Flammenerkennung nicht funktioniert
- Zentralplatine erkennt das Flammensignal zu spät oder sporadisch (bekannt bei älteren LMU-74-Platinen)
- Gasarmatur oder Abgasweg fehlerhaft
Lösung Schritt für Schritt
Gasgeruch ausschließen
Bei Gasgeruch keine Entriegelung und keine weiteren Prüfungen – Notfallablauf aus dem Sicherheitshinweis befolgen.
Gashahn und Gasversorgung
Prüfen Sie, ob der Gashahn unter der Brötje offen ist und andere Gasgeräte funktionieren. Wurde kurz vorher der Gaszähler gewechselt, ist Luft in der Leitung wahrscheinlich – das entlüftet der Fachbetrieb.
Werkzeug: Taschenlampe
Kondensatablauf bei Frost prüfen
Brötje-Geräte melden 133 auffällig oft bei Frost, wenn der Kondensatschlauch durch kalte Bereiche oder nach außen führt. Sehen Sie am Leitungsende nach Eis und tauen Sie es von außen mit warmem Wasser auf.
Werkzeug: Taschenlampe
Elektroarbeiten erwähnen
Ist die Therme per Stecker angeschlossen und wurde kürzlich umgesteckt oder an der Elektrik gearbeitet, sagen Sie das dem Fachbetrieb. Eine vertauschte Polung kann die Flammenerkennung verhindern; das prüft der Fachmann.
Einmal entriegeln
Drücken Sie die Entriegelungs- bzw. Reset-Taste am Bedienfeld einmal (bei vielen Geräten kurz gedrückt halten). Die Therme startet einen neuen Zündversuch.
Typenschild-Daten bereithalten
Bei erneutem 133 notieren Sie Typ, Serie und Herstellnummer vom Typenschild. Bei bestimmten älteren Geräten entscheidet die Herstellnummer, ob eine bekannte Platinenmaßnahme in Frage kommt.
Fehler 133 zurücksetzen
- Gasgeruch ausschließen, Gashahn offen.
- Die Entriegelungs- bzw. Reset-Taste am Gerät oder am Systemregler einmal betätigen.
- Kommt 133 wieder, nicht wiederholt entriegeln, sondern Fachbetrieb rufen.
Wo die Bauteile sitzen
- 1Abgasleitung
- 2Gebläse
- 3Wärmetauscher
- 4Zündelektrode
- 5Gasarmatur
- 6Umwälzpumpe
- 7Ausdehnungsgefäß
- 8Manometer
- 9Temperaturfühler
Reparatur & Kosten
| Reparatur | Selbst? | Geschätzte Kosten |
|---|---|---|
| Gasleitung entlüften, Gasdruck messen (Fachbetrieb) | Nein | 80–180 € |
| Siphon reinigen, Kondensatleitung frostsicher verlegen | Nein | 90–250 € |
| Ionisations- oder Zündelektrode ersetzen | Nein | 120–260 € |
| Netzanschluss korrekt polen bzw. fest anschließen (Elektrofachkraft) | Nein | 60–150 € |
| Zentralplatine nachrüsten oder ersetzen | Nein | 150–850 € |
Grobe Schätzung für Deutschland; Anfahrtspauschalen schwanken regional. Kein Angebot.
Wann der Kundendienst nötig ist
Bleibt 133 nach einer Entriegelung bestehen, muss ein eingetragener Fachbetrieb die Sammelstörung eingrenzen: Gasdruck, Ionisationsstrom, Zündung, Polung und Kondensatweg. Bei älteren EcoTherm- und EcoCondens-Geräten der Serien C und D mit Zentralplatine LMU 74 prüft er zudem, ob die von Brötje beschriebene Nachrüstplatine für die Flammenerkennung nötig ist.
Häufige Fragen
Warum heißt 133 Sammelstörmeldung?
Der Code sagt nur, dass nach der Sicherheitszeit keine Flamme gemeldet wurde. Ob kein Gas kam, kein Funke entstand oder die Flamme nicht erkannt wurde, muss der Fachbetrieb anhand des Fehlersuchbaums herausfinden.
Warum kommt 133 bei Frost?
Zieht der Kondensatschlauch durch kalte Bereiche, kann er zufrieren. Das Kondensat staut sich zurück, stört die Verbrennung, und die Flamme wird nicht sauber erkannt. Frostsicheres Verlegen beseitigt die Ursache.
Was hat die Polung mit der Flamme zu tun?
Die Flammenerkennung arbeitet mit einem kleinen Ionisationsstrom, der bei dieser Regelung eine korrekte Zuordnung von Phase und Neutralleiter voraussetzt. Stimmt die Polung nicht, erkennt der Automat die Flamme nicht.
Gibt es bei älteren Brötje-Thermen ein bekanntes Platinenproblem?
Ja. Brötje beschreibt für bestimmte Geräte der Serien C und D mit Zentralplatine LMU 74 einen alternden Kondensator, der die Flammenerkennung stört; Abhilfe schafft eine Einlegeleiterplatte. Ob Ihr Gerät betroffen ist, klärt der Fachbetrieb anhand der Herstellnummer.
Quellen
- Offizielle Bedienungsanleitungen und Supportseiten von Brötje (nur Fakten, eigene Formulierung)
- Methodik: So entstehen unsere Code-Seiten · Unsere Datenquellen · Redaktionelle Richtlinien