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Schweregrad: Hoch Code-Typ: Generisch (alle Marken)

Fehlercode P246C: Partikelfilter verstopft – Leistungsreduzierung

Der DPF ist so stark zugesetzt, dass das Steuergerät die Motorleistung zum Schutz von Turbo und Filter senkt.

Sicherheit geht vor · Fachbetrieb hinzuziehen

  • Brandgefahr: Bei Brandgeruch oder Rauch sofort anhalten.

Auf einen Blick

Schweregrad: 4/5 – Hoch4/5

Schweregrad: Hoch

Bedeutung
Partikelfilter verstopft – Leistungsreduzierung
System
Abgasreinigung · Antrieb
Weiterfahren?
Nur mit Vorsicht
Typische Reparaturkosten
100–3.000 €
Selbst machen
Schwer

Die meisten Diesel reagieren auf einen volllaufenden Partikelfilter in Stufen: zuerst eine normale Regeneration, dann ein Hinweis zum Freifahren, dann eine Warnung, dass der Filter voll ist. P246C ist die letzte Stufe. Die Verstopfung, bewertet aus gemessenem Gegendruck und berechneter Rußbeladung, hat eine Grenze überschritten, ab der das Steuergerät volle Leistung für riskant hält; es reduziert Drehmoment und Geschwindigkeit, um Turbolader, AGR-System und Filter zu schützen. Häufig wird ab dieser Stufe auch keine automatische Regeneration mehr zugelassen, weil das Abbrennen so großer Rußmengen den Keramikkörper reißen oder schmelzen lassen kann. Der Code zeigt also, dass frühere Warnungen unbeachtet blieben oder die Regeneration nicht funktioniert hat. Die Reparatur hat deshalb zwei Teile: den überladenen Filter sicher behandeln und herausfinden, warum es so weit kam.

So lesen Sie P246C

So lesen Sie P246CP122436C4
  1. P Antrieb
  2. 2 Generisch (SAE/ISO)
  3. 4 Abgasreinigung
  4. 6C Konkreter Fehler

Symptome

  • Deutliche Leistungsreduzierung, oft mit Geschwindigkeitsbegrenzung (Notlauf)
  • Meldungen wie „Partikelfilter voll – Werkstatt aufsuchen“ oder „Motorleistung reduziert“
  • Motorkontrollleuchte, oft nach länger ignorierter DPF-Leuchte
  • Automatische Regeneration startet nicht mehr
  • Hohe Abgastemperaturen und heißer Geruch unter Last

Mögliche Ursachen

Sortiert nach Häufigkeit als Auslöser dieses Codes (redaktionelle Einschätzung).

  1. Kurzstrecke oder Abstellen während der Regeneration hat die Rußbeladung über die Grenze getrieben 25%
  2. Regeneration funktioniert nicht: Abgastemperatursensor defekt, Oxidationskat inaktiv oder Nacheinspritzung gestört 20%
  3. Differenzdrucksensor oder Leitung meldet eine zu hohe Verstopfung 15%
  4. Aschebeladung am Ende der Filterstandzeit 15%
  5. Motor erzeugt zu viel Ruß oder Öl: undichte Injektoren, Turboladerdichtungen, offen hängende AGR 15%
  6. Frühere DPF-Fehler lange nicht behoben 10%

Diagnose Schritt für Schritt

Diagnoseablauf: P246C1Motor entlasten2Ruß-, Aschemasse und Historieauslesen3Fehlmessung ausschließen4Je nach Rußmasse regenerieren oderausbauen5Ursache der Überladung beheben6Anpassungen zurücksetzen und prüfen
  1. Motor entlasten

    Tempo reduzieren, Steigungen und Anhängerbetrieb meiden und einen sicheren Platz ansteuern. Auch langes Leerlaufen vermeiden: Es erzeugt Ruß ohne genug Wärme zum Abbrennen.

  2. Ruß-, Aschemasse und Historie auslesen

    Das Diagnosegerät zeigt berechnete Rußmasse, Aschemasse, Differenzdruck und das Regenerationsprotokoll. Diese Werte entscheiden über das weitere Vorgehen und sollten vor jedem Löschen notiert werden.

    Werkzeug: OBD-Diagnosegerät

  3. Fehlmessung ausschließen

    Prüfen, ob der Differenzdruck bei stehendem Motor null zeigt, und beide Druckleitungen kontrollieren. Ein driftender Sensor oder eine verstopfte Leitung kann den Notlauf auslösen, obwohl der Filter gar nicht überladen ist.

    Werkzeug: OBD-Diagnosegerät, Taschenlampe

  4. Je nach Rußmasse regenerieren oder ausbauen

    Liegt die Rußmasse noch unter der Herstellergrenze, kann die Werkstatt eine überwachte Service-Regeneration im Freien und fern von brennbarem Material durchführen. Liegt sie darüber, muss der DPF zur externen Reinigung ausgebaut oder ersetzt werden.

    Werkzeug: OBD-Diagnosegerät

  5. Ursache der Überladung beheben

    Abgastemperatursensoren, Anspringen des Oxidationskats, Injektor-Mengenabgleich, Ladeluftsystem, AGR-Funktion und Ölverbrauch prüfen. Ohne diesen Schritt landet auch ein gereinigter oder neuer Filter wieder hier.

    Werkzeug: OBD-Diagnosegerät, Rauchgastester

  6. Anpassungen zurücksetzen und prüfen

    Nach Reinigung oder Tausch Ruß- und Aschewerte zurücksetzen und den Filter per Diagnosegerät anlernen. Anschließend auf einer Probefahrt bestätigen, dass die volle Leistung zurück ist und eine normale Regeneration abschließt.

    Werkzeug: OBD-Diagnosegerät

Wo die Bauteile sitzen

Ansaugtrakt und Gemischaufbereitung – P246C12345678
Ansaugtrakt und Gemischaufbereitung
  1. 1Luftmassenmesser
  2. 2Turbolader
  3. 3Drosselklappe
  4. 4Ansaugkrümmer
  5. 5Einspritzdüse
  6. 6AGR-Ventil
  7. 7Kraftstoffpumpe
  8. 8Thermostat

Reparatur & Kosten

ReparaturSelbst?Geschätzte Kosten
Überwachte Service-Regeneration in der Werkstatt Nein 100–250 €
DPF ausbauen und extern reinigen Nein 350–800 €
Neuer DPF, ggf. mit Oxidationskatalysator Nein 1.000–3.000 €
Abgastemperatur- oder Differenzdrucksensor erneuern Ja 100–300 €
Ursache beheben: Injektor, Turbolader oder AGR Nein 300–2.500 €

Grobe Schätzung für Deutschland inkl. Teile und Arbeitszeit; Stundensätze schwanken regional. Kein Angebot.

Auswirkung auf HU/AU

Durchgefallen

Mit leuchtender Motorkontrollleuchte durch P246C wird die AU nicht bestanden. Den verstopften Filter auszuräumen statt ihn zu reinigen ist illegal und lässt die Betriebserlaubnis erlöschen.

Häufige Fragen

Kann ich die Regeneration einfach selbst erzwingen?

Nur wenn feststeht, dass die Rußmasse unter der Herstellergrenze liegt. Darüber kann das Abbrennen so großer Mengen den Filter reißen lassen oder umliegende Teile überhitzen – deshalb sperren viele Fahrzeuge die Regeneration in dieser Stufe.

Warum Notlauf statt einfach Regeneration?

Weil der Filter den Punkt überschritten hat, an dem eine normale Regeneration als sicher gilt, und hoher Gegendruck Turbolader und Auslassventile überhitzen kann. Der Notlauf schützt den Motor, bis der Filter behandelt ist.

Wie konnte es so weit kommen?

Meist wurden mehrere Vorstufen übergangen: abgebrochene Regenerationen durch Kurzstrecke oder eine länger ignorierte DPF-Leuchte. Ein defekter Temperatursensor oder ein Motor mit erhöhter Rußproduktion beschleunigen das.

Kommt die Leistung nach dem Fehlerlöschen zurück?

Wenn überhaupt, dann nur kurz. Das Steuergerät berechnet die Verstopfung sofort neu und reduziert die Leistung wieder, bis die Beladung tatsächlich gesunken ist.

Quellen