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Schweregrad: Niedrig Code-Typ: Herstellerspezifisch (Ford)

Ford Fehlercode P1633: Dauerplus-Versorgung (KAM) zu niedrig

Das Ford-Steuergerät verlor seine Dauerplus-Versorgung; gelernte Gemisch-, Leerlauf- und Schaltwerte sind weg.

Auf einen Blick

Schweregrad: 2/5 – Niedrig2/5

Schweregrad: Niedrig

Bedeutung
Dauerplus-Versorgung (KAM) zu niedrig
System
Steuergerät & Ausgänge · Antrieb
Weiterfahren?
Nur mit Vorsicht
Typische Reparaturkosten
0–750 €
Selbst machen
Leicht

Ein Ford-Motorsteuergerät der EEC-V-Generation bekommt neben der Zündungsversorgung ein eigenes Dauerplus, die Keep Alive Power (KAPWR). Darüber bleibt der Lernspeicher (KAM) erhalten, in dem Gemischadaptionen, Leerlaufwerte, Getriebeadaptionen und die Ergebnisse der Readiness-Tests liegen. P1633 bedeutet, dass diese Spannung zu niedrig war oder ganz weg war und die gelernten Werte deshalb gelöscht wurden. Die Ursache liegt fast immer außerhalb des Steuergeräts: schwache Batterie, oxidierte Pole, eine lockere oder durchgebrannte Sicherung oder eine schlechte Masse. In Deutschland betrifft der Code vor allem ältere Ford-Benziner wie den Focus der ersten Generation einschließlich ST170 und den Mondeo der dritten Generation sowie US-Importe.

Kann ich weiterfahren? Der Motor läuft, kann aber nach jedem Speicherverlust unruhig laufen oder ausgehen, bis er neu gelernt hat. Batterie und Sicherung zügig prüfen, bevor längere Strecken anstehen.

So lesen Sie P1633

So lesen Sie P1633P11263334
  1. P Antrieb
  2. 1 Herstellerspezifisch
  3. 6 Steuergerät & Ausgänge
  4. 33 Konkreter Fehler

Symptome

  • Unruhiger oder pendelnder Leerlauf nach dem Start, gelegentlich Absterben
  • Automatik schaltet hart, solange die Adaptionen neu lernen
  • Readiness-Tests stehen wieder auf nicht abgeschlossen, P1000 erscheint
  • Müder Anlasser oder Batteriewarnung, wenn die Batterie die Ursache ist
  • Fehler taucht nach Standzeiten oder nach Starthilfe erneut auf

Mögliche Ursachen

Sortiert nach Häufigkeit als Auslöser dieses Codes (redaktionelle Einschätzung).

  1. Schwache, sulfatierte oder tiefentladene Batterie 35%
  2. Oxidierte oder lockere Batteriepole und Kabelschuhe 20%
  3. Sicherung für den Steuergeräte-Dauerplus durchgebrannt, locker oder korrodiert 15%
  4. Schlechte Masseverbindung von Motor oder Steuergerät 10%
  5. Korrodierte oder lockere Pins am Steuergerätestecker 8%
  6. Lichtmaschine lädt die Batterie nicht ausreichend 7%
  7. Interner Steuergerätefehler 5%

Diagnose Schritt für Schritt

Diagnoseablauf: P16331Batterie richtig prüfen2Pole und Kabel reinigen3Dauerplus-Sicherung kontrollieren4KAPWR am Steuergerät messen5Spannungsfall an der Masse messen6Ladespannung prüfen und neu lernen
  1. Batterie richtig prüfen

    Nach einigen Stunden Standzeit sollte eine gesunde Batterie etwa 12,6 V haben. Mit Batterietester belasten oder die Startspannung beobachten, die nicht unter etwa 9,6 V fallen sollte.

    Werkzeug: Multimeter

  2. Pole und Kabel reinigen

    Polklemmen abnehmen, reinigen und fest anziehen; Kabelschuhe unter der Isolierung auf grünen Belag prüfen. Die Masseverbindung zu Motor und Karosserie gehört dazu.

    Werkzeug: Handschuhe, Zange

  3. Dauerplus-Sicherung kontrollieren

    Laut Sicherungsplan die Sicherung für den Steuergeräte-Dauerplus suchen und bei ausgeschalteter Zündung auf beiden Seiten Batteriespannung messen. Lockerer Sitz oder korrodierte Kontakte sind ebenso verdächtig wie ein Durchbrand.

    Werkzeug: Multimeter

  4. KAPWR am Steuergerät messen

    Nach Schaltplan den Dauerplus-Pin am Steuergerätestecker bei Zündung aus rückseitig abgreifen. Die Spannung sollte höchstens wenige Zehntel Volt unter der Batteriespannung liegen.

    Werkzeug: Multimeter

  5. Spannungsfall an der Masse messen

    Beim Starten oder laufendem Motor zwischen Batterie-Minus und Motorblock bzw. Masse-Pin des Steuergeräts messen. Mehr als wenige Zehntel Volt bedeutet eine sanierungsbedürftige Masse.

    Werkzeug: Multimeter

  6. Ladespannung prüfen und neu lernen

    Bei laufendem Motor sollten etwa 13,8 bis 14,8 V anliegen. Danach Fehler löschen, einige Minuten ohne Gas im Leerlauf laufen lassen und normal fahren, damit alle Werte neu gelernt werden.

    Werkzeug: Multimeter, OBD-Diagnosegerät

Wo die Bauteile sitzen

Ladesystem und Steuergeräte – P16331234567
Ladesystem und Steuergeräte
  1. 1Batterie
  2. 2Lichtmaschine
  3. 3Motorsteuergerät
  4. 4CAN-Bus
  5. 5Getriebe
  6. 6Raddrehzahlsensor
  7. 7Hochvoltbatterie

Reparatur & Kosten

ReparaturSelbst?Geschätzte Kosten
Batteriepole und Masse reinigen Ja 0–70 €
Sicherung oder Sicherungskontakt erneuern Ja 5–130 €
Batterie erneuern Ja 100–250 €
Lichtmaschine erneuern Nein 300–750 €
Steuergerätestecker oder Leitung instand setzen Nein 100–350 €

Grobe Schätzung für Deutschland inkl. Teile und Arbeitszeit; Stundensätze schwanken regional. Kein Angebot.

Auswirkung auf HU/AU

Kommt darauf an

Ob P1633 allein die Motorkontrollleuchte einschaltet, hängt vom Fahrzeug ab. Da jeder Speicherverlust aber die Readiness-Codes zurücksetzt, kann die AU mangels abgeschlossener Tests scheitern; erst Versorgung reparieren, dann einige Fahrten machen.

Häufige Fragen

Was speichert der KAM-Speicher bei Ford?

Gelernte Werte wie Gemischadaption, Leerlaufeinstellung und Schaltadaption der Automatik sowie die Ergebnisse der Abgas-Selbsttests. Ohne Dauerplus gehen sie verloren.

Warum läuft mein Ford nach P1633 unruhig?

Nach dem Löschen arbeitet das Steuergerät mit Grundwerten. Bei leicht verschmutzter Drosselklappe oder Verschleiß passen diese nicht, bis neu gelernt wurde.

Kommt P1633 nach einem Batteriewechsel?

Ein einmaliger Eintrag nach dem Abklemmen ist normal. Kehrt der Code ohne Arbeiten an der Batterie immer wieder, stimmt die Versorgung nicht.

Braucht mein Auto ein neues Steuergerät?

Selten. Meist sind Batterie, Pole, Sicherung oder Masse schuld. Erst wenn der Dauerplus am Steuergerät korrekt anliegt und der Fehler trotzdem wiederkommt, ist das Steuergerät verdächtig.

Quellen